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NAVER, NVIDIA und Brookfield wollen koreanische KI-Fabrik auf 200 MW erweitern

Die drei Unternehmen planen den Ausbau des Rechenzentrums in Sejong, um KI-Entwicklern in Korea und den USA NVIDIA-DSX-Kapazität bereitzustellen.

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NAVER, NVIDIA und Brookfield wollen eine zunächst mit 55 Megawatt angekündigte koreanische KI-Fabrik bis 2028 auf 200 Megawatt erweitern. Der Standort soll im großen Rechenzentrum von NAVER in Sejong entstehen und die NVIDIA-DSX-Plattform nutzen. Die Multi-Tenant-Anlage soll Unternehmen beim Bau von Modellen, Agenten und KI-Diensten versorgen; langfristig strebt NAVER eine souveräne Infrastruktur mit einem Gigawatt an.

Der Plan verbindet Technik und Finanzierung. NVIDIA will 1 Milliarde US-Dollar in NAVER investieren, Brookfield hat eine unverbindliche Term Sheet für bis zu 9 Milliarden Dollar unterzeichnet. NAVER trägt den verbleibenden Betrag. Die NVIDIA-Investition steht unter üblichen Abschlussbedingungen, und NAVER muss mindestens 9 Milliarden Dollar zugesagte Finanzierung sichern. Die Zahlen beschreiben daher ein Vorhaben, keine bereits laufende Kapazität.

Die Anlage soll Innovatoren aus Korea und den USA, Unternehmen, Branchen, Behörden und globale Cloud-Kunden mit Rechenleistung, Software und Unterstützung versorgen. Vorgesehen sind NVIDIA-Vera-Rubin- und Blackwell-Plattformen; DSX soll Computing, Einrichtungen, Ausfallsicherheit und mehrere Mieter verwalten. So könnten Organisationen große KI-Ressourcen nutzen, ohne eigene Rechenzentren zu bauen.

Für Südkorea ist das Projekt Teil des Aufbaus souveräner KI-Fähigkeiten. NAVER betreibt eine große Internetplattform und kennt den Betrieb von Systemen im großen Maßstab. Das Unternehmen verbindet HyperCLOVA X mit offenen Nemotron-Modellen und plant in der zweiten Jahreshälfte eine Agentenplattform für Korea. Das Seoul World Model soll Stadt- und Raumdaten für Anwendungen physischer KI nutzen.

Brookfield bringt langfristiges Kapital sowie Erfahrung mit Rechenzentren, Energie und anderer Infrastruktur ein. Eine KI-Fabrik braucht mehr als Beschleuniger: Strom, Kühlung, Netze, Grundstück, Bau und Betriebspersonal sind ebenso entscheidend. Die Struktur zeigt, dass KI-Aufbau zunehmend eine Infrastrukturinvestition mit langfristigem Kapitalbedarf ist.

Finanzierung, Genehmigungen, Strom, Geräte-Lieferungen und Kundenauslastung bleiben offene Punkte. Eine große Kapazitätszahl garantiert weder günstigen Zugang für Start-ups noch weltweite Wettbewerbsfähigkeit der dort trainierten Modelle. Finanzierungszusagen, Baufortschritt und erste Produktionslasten werden zeigen, ob aus den 200 MW tatsächlicher Betrieb wird.

Die geplante 200-MW-Fabrik soll Vera-Rubin- und Blackwell-Plattformen einsetzen. DSX MaxLPS soll den Token-Durchsatz pro Megawatt erhöhen, während DSX OS Lebenszyklus, Zustandsautomatisierung, Ausfallsicherheit und Multi-Tenant-Betrieb verwaltet. NAVER will HyperCLOVA X mit dem offenen Nemotron-3-Ultra-Modell und eigenen Daten verbinden und eine Agentenplattform mit Agent Toolkit und NemoClaw-Blueprints starten. Brookfield verwaltet rund 100 Milliarden Dollar an KI-Infrastrukturwerten; Finanzierung und NVIDIA-Investition bleiben jedoch bedingte Zukunftspläne.