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OpenAI startet Data Agent in ChatGPT Work für Unternehmensdaten und Dashboards
Der neue Agent verbindet genehmigte Datenquellen, untersucht Geschäftsfragen und erstellt teilbare Dashboards.
OpenAI bringt ChatGPT Work mit einem neuen Data Agent tiefer in die Unternehmensanalyse. Die am 10. September vorgestellte Funktion erlaubt Mitarbeitenden, genehmigte Unternehmensdaten in natürlicher Sprache zu befragen und die Ergebnisse in interaktive, teilbare Dashboards zu verwandeln. Gedacht ist das für Teams, die Antworten aus Vertriebs-, Finanz-, Betriebs- oder Kundendaten brauchen, aber nicht für jede Frage auf einen Spezialbericht oder eine manuell geschriebene Abfrage warten wollen.
Der Data Agent verbindet sich mit Datenquellen wie Amazon Redshift, Datadog, Google BigQuery, ClickHouse, Databricks, MongoDB und Snowflake. Auch Dateien und Dokumente aus Google Drive und SharePoint können einbezogen werden. Entscheidend ist jedoch nicht nur der Zugriff auf Tabellen. OpenAI sagt, der Agent könne Geschäftsdefinitionen, Metriklogik, eigene Berechnungen und Datenbeziehungen aus semantischen Schichten und vertrauenswürdigen Systemen wie Databricks Genie Ontology, dbt, GitHub, Snowflake Horizon und bestehenden BI-Dashboards nutzen. Damit adressiert OpenAI ein Kernproblem der Unternehmensanalyse: verschiedene Teams stellen dieselbe Frage und erhalten unterschiedliche Antworten, weil sie andere Definitionen verwenden.
Die Nutzung ähnelt eher der Arbeit mit einem Analysten als einer Suche. Nutzer können fragen, warum Umsätze sinken, wo Kosten steigen oder welche Supportprobleme Vertragsverlängerungen gefährden. Anschließend lässt sich in derselben Unterhaltung weiter nachfassen. Der Agent prüft Belege, verfeinert die Analyse und erstellt Visualisierungen. Laut OpenAI können Dashboards bearbeitet, geteilt, aktualisiert und an Markenrichtlinien angepasst werden. Unterstützt werden auch BI-Werkzeuge wie Omni, Oracle BI, Power BI, Sigma, Tableau und ThoughtSpot.
Ob Unternehmen dem Produkt vertrauen, hängt an Governance. Administratoren bestimmen, welche Verbindungen verfügbar sind und welche Rollen sie verwenden dürfen. Abfragen sollen bestehende Berechtigungen respektieren, einschließlich Einschränkungen auf Tabellen-, Zeilen- und Spaltenebene. Das ist entscheidend, weil dialogbasierte Analysen besonders wertvoll werden, wenn sie sensible Daten erreichen, zugleich aber ein einziger Berechtigungsfehler Kundendaten, Mitarbeiterinformationen oder Finanzzahlen offenlegen könnte.
Der Data Agent zeigt außerdem, wie Enterprise-KI vom Chat zur Handlung wandert. ChatGPT Work kann nächste Schritte empfehlen, Beteiligte identifizieren und Ergebnisse nach Freigabe über verbundene Werkzeuge wie Slack oder E-Mail teilen. Wenn Kontext, Berechtigungen und Belege zuverlässig zusammenspielen, könnte Datenanalyse für mehr Beschäftigte zu einem direkt steuerbaren Dialog werden.