KI-Bildung

Microsoft und Lehrergewerkschaften setzen durchsetzbaren KI-Sicherheitsstandard für Schulen

Microsoft, AFT und UFT haben einen nationalen KI-Sicherheits- und Datenschutzstandard für Schulen mit vertraglich durchsetzbaren Schutzregeln angekündigt.

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Microsoft, die American Federation of Teachers und die United Federation of Teachers haben am 9. September 2026 einen National AI Safety & Privacy Standard für Schulen angekündigt. Der Rahmen soll Schulbezirken vertraglich durchsetzbare Schutzregeln geben, wenn sie KI-Werkzeuge einführen. Laut Ankündigung können US-Schulbezirke die Bedingungen direkt in Microsoft-Kundenverträge aufnehmen, sodass aus Zusagen rechtlich wirksame Verpflichtungen werden.

Die Vereinbarung kommt, während Schulen noch bestimmen, welchen Platz KI im Unterricht haben soll. Einige Bezirke setzen auf Beschränkungen, darunter New York City Public Schools mit Bildschirm- und KI-Limits für jüngere Schüler sowie ähnliche Ansätze in Los Angeles und bei Lehrergewerkschaften im Bundesstaat New York. Microsoft und die Gewerkschaften versuchen einen Mittelweg: KI kann in Bildung eingesetzt werden, aber nur mit klareren Regeln für Datenschutz, Sicherheit, Transparenz und Kontrolle.

Die stärkste Regel betrifft Daten. Schüler- und Lehrerdaten dürfen laut Ankündigung nicht zum Training von KI-Modellen genutzt, verkauft oder zweckentfremdet werden. Schulen behalten die Kontrolle darüber, wie Informationen verwendet, gespeichert und gelöscht werden. Schüler dürfen außerdem nicht verfolgt werden. Damit reagiert der Standard auf eine zentrale Sorge von Eltern und Lehrkräften: dass Fragen, Entwürfe, Lernstände oder Verhaltensdaten unbemerkt zu Trainingsmaterial oder kommerziellen Profilen werden.

Auch Sicherheit steht im Mittelpunkt. KI-Systeme in Schulen sollen schädliche oder manipulative Erfahrungen vermeiden, sensible Informationen schützen, hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen und bei wichtigen Entscheidungen menschliche Aufsicht bewahren. Die Vereinbarung greift zudem Sorgen über Companion-Chatbots auf und unterstützt ein Verbot sozialer Companion-Chatbots für Schüler unter 16 Jahren.

Transparenz soll die Regeln für Familien und Lehrkräfte verständlich machen. Unternehmen müssen in klarer Sprache erklären, wie KI-Werkzeuge funktionieren, welche Daten erhoben werden und welche Schutzmaßnahmen bestehen. Schulen behalten Kontrolle darüber, wann und wie KI eingesetzt wird, während Anbieter Produktänderungen, Risiken und Kontrollen deutlich kommunizieren sollen. Da umfassende staatliche Regeln für KI an Schulen fehlen, wirkt der Standard auch als Beschaffungsinstrument. Für Edtech-Anbieter könnte er zu einer Vorlage werden, an der konkrete Governance gemessen wird.